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Betriebsanweisung über Umgang mit ätzenden und/oder reizenden Stoffen gemäß § 20 GefStoffV

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick zur Klassifizierung von Amalgam



Klassifizierungen von ätzenden / reizenden Stoffen

gesundheitsschädlich  
giftig  
sehr giftig  
Gefahrstoffbezeichnung   Amalgam  
Gefahren für Mensch und Umwelt   Metallisches Quecksilber verdampft schon bei Zimmertemperatur und ist sehr giftig beim Einatmen, Verschlucken und bei Berührung mit der Haut.
Es besteht die Gefahr kumulativer Wirkung in den Nieren und im Zentralnervensystem.
- wassergefährdend, darf nicht dem Abwasser zugeführt werden -  
Schutzmaßnahmen
und Verhaltensmaßregeln
 
Quecksilberdämpfe können sich in der Luft nur bei unsachgemäßer Verarbeitung bilden.
Behälter mit Quecksilber oder Amalgamresten dicht geschlossen halten und vor Wärme schützen.
Amalgamkapseln fern von Nahrungsmitteln oder Getränken lagern.
Am Arbeitsplatz nicht essen, trinken oder rauchen.

Hautkontakte vermeiden. Amalgam nicht manuell zubereiten, das angemischte Amalgam nicht mit ungeschützten Fingern berühren.
Räume, in denen Amalgam verarbeitet wird, gut und häufig lüften.
Polieren und Entfernen von Amalgamfüllungen nur unter Spraykühlung und Absaugung.  
Verhalten im Gefahrfall
Erste Hilfe
 
Quecksilbertröpfchen mit Traypapier zusammenschieben und mittels Einwegspritze oder Zinnfolie aufnehmen (keinesfalls mit der Absauganlage!).
Aufbringen von Absorptionsmittel, z.B. Zinkstaub, Schwefelpulver, Jodkohle oder mit frisch angerührtem Amalgam aufnehmen.  
Erste Hilfe  Falls Quecksilber ins Auge gerät; gründlich abspülen und Arzt konsultieren.
Beschmutzte Kleidung sofort ausziehen, benetzte Haut intensiv waschen.
Nach Verschlucken: Milch trinken lassen und Erbrechen auslösen, Arzt konsultieren.

Bei Verdacht einer chronischen Quecksilbervergiftung ärztlichen Rat einholen
(BAT-Wert-Bestimmung)  
sachgerechte Entsorgung   Quecksilber oder Amalgam nicht in die Kanalisation gelangen lassen.
Überschussamalgam (Knetreste) und leere Amalgamkapseln in luftdicht verschlossenen Gefäßen sammeln. Amalgamkapseln vor Entsorgung wieder schließen.
Knetreste unter Glycerin oder verbrauchtem Röntgenfixierer aufbewahren.
Abgabe an Scheideanstalten (Knetreste), Hersteller (Kapseln) oder Entsorgungsbetrieb.

Alle anderen festen quecksilberhaltigen Abfälle, wie
- extrahierte Zähne, - Filtersiebe/Einwegfilter, - mit Amalgam kontaminierte Einwegartikel in Behältern sammeln, die Entsorgungsbetrieb zur Verfügung stellt.

Amalgamschlämme ebenfalls – aber getrennt von festen Abfällen - in Behältern sammeln, die Entsorgungsbetrieb zur Verfügung stellt. 
Produkte  in dieser Praxis keine Amalgamverarbeitung / » Siehe auch Amalgam Ausleitungsverfahren! 
Wer möchte das Zeug im Mund haben?