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Geführte Geweberegeneration (GTR)

"guided bone regeneration"


 Die Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) führt meist zu einem langsam verlaufenden horizontalen Knochenabbau. Es kann aber auch zu einem Knochenverlust in Form von kraterförmigen Einbrüchen (Knochentaschen) kommen. Nach einer Parodontalbehandlung ist Ihr Zahnhalteapparat zwar entzündungsfrei, aber das Stützgewebe wächst ohne Hilfsmittel nicht nach.

Die moderne Zahnheilkunde ist heute in der Lage, verloren gegangenes Knochengewebe in bestimmten Fällen wieder zu gewinnen oder durch andere Materialien zu ersetzen. Die Zähne bekommen nicht nur wieder festeren Halt, oft verbessert sich auch dadurch die Ästhetik.

 

Abb. Bio-oss Knochenersatzmaterial und resorbierbare Membran

Bei der geführten Geweberegeneration (GTR-Technik) legt man über die operativ freigelegte Knochentasche eine Spezialmembran, die anschließend mit dem Zahnfleisch wieder abgedeckt wird. Da das Weichgewebe in der Mundhöhle schneller wächst als der Knochen, verhindert die  Membran das Einwachsen von Weichgewebe in den Knochendefekt. Das körpereigene Knochengewebe hat so genügend Zeit, unter der Membran den Defekt wieder aufzufüllen.

Nach etwa 6 Wochen wird die Membran bei einem kleinen Eingriff entfernt. Dieser Schritt entfällt bei der Verwendung resorbierbarer Membranen.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Knochen zu transplantieren oder Knochenersatzmaterialien zu verwenden.

Gerne setzen wir "EMDOGAIN" ein, das aus Schweden kommt und ein Protein enthält, das der Körper nur während der Zahnentwicklung produziert. Dort hat es eine wichtige Funktion bei der Bildung des Zahnhalteapparates. Wird es jetzt auf Wurzeloberfläche aufgebracht, führt es zur Wiederherstellung von Zahnzement, Fasern und Kieferknochen.


Abb. Knochendefekt Zahn 46

 

Abb. Aufgefüllte Knochentasche und Nahtverschluss