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Funktionsstörungen und Funktionserkrankungen im cranio­mandibulären System (Kauapparat) werden hauptsächlich mit Aufbissschienen therapiert. Sie sind sowohl in der Initialen Therapiephase als auch in der Kausaltherapie als nicht invasive Mittel zur Behandlung anzusehen und tragen je nach Art und Ursache der Erkrankung in einem Prozentsatz von 50 - 80 % zur Beschwerde- bzw. Symptomfreiheit bei.


Als potentielles Allergen kommt dem Dibenzoylperoxid (DBPO) eine besondere Bedeutung zu. Die allergene Reizsubstanz Dibenzoylperoxid (DBPO) wird mit Unverträglichkeitsreaktionen gegen Prothesenkunststoffe in Verbindung gebracht. In der überwiegenden Mehrzahl dieser Produkte ist DBPO Bestandteil des Polymerisationssystems oder liegt als Rest aus der Herstellung eines Vorpolymerisates in den Kunststoffen vor.

Leider nimmt die Zahl von Patienten mit Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber
zahnärztlichen Kunststoffen  ständig zu, so dass die ganzheitliche Zahnmedizin auch im
Bereich der Werkstoffe für Schienen nach verträglichen Kunststoffen suchen muss.
 

Ob heiß oder kalt gepresst , der Chemoplast (herkömmliche Polymerisationskunststoffe) benötigt als Katalysator stets Monomer-Flüssigkeit. Diese Monomer-Flüssigkeit belastet zunächst den Techniker und später auf Dauer den Patienten. Diese gefährliche Herstellung ist beim Herstellungsverfahren nicht zu minimieren, weshalb man heute die Frage stellen muss, warum immer noch diese Methode angewandt wird, obwohl die thermoplastische Methode hier Abhilfe und Verbesserung schaffen würde.

Chemische Bestandteile der Chemoplaste, die in den Thermoplasten nicht enthalten sind
 


Der Thermoplast kann nur durch Hitze im Spritzgussgerät plastifiziert werden, um unter hohem Druck in eine andere Form (z.B. Prothese) gebracht zu werden. Es bietet sich also an, bei allergisch disponierten Patienten auch Aufbissschienen aus thermoplastischem Material zu fertigen. Zwar ist der Aufwand für die Herstellung einer solchen Schiene höher, aber das Material ist belastungsfähiger, weicher, pflegeleichter und nicht gesundheitsschädlich.

 



Abb. COPA Schiene, individuell gnathologisch aufgewachst. Okklusale Äquilibrierung in  Polyapress, Kunststoff Spritzgussverfahren ( Thermoplast)
 

Abb. Sublingualbügel aus thermoplastischem Material

Abb.  Herkömmliche COPA Schiene aus polymerisiertem Kunststoff (Chemoplast) und Sublingualbügel aus Chrom- Kobalt-Molybdän Modellguss (Metall) und Schienen aus glasklarer und transparenter Tiefziehfolie (PE, Polyethylen) in verschiedenen Stärken.

Abb. COPA Schiene aus Polyapress Kunststoff (Thermoplast)

 

Für Qualität und Sicherheit gibt es keine Alternative.

Biokompatibilität beim Patienten muss erste Priorität sein!